Kreta hat eine Fläche von 8.331 Quadratkilometern und 1.040 Kilometer Küstenlinie. Kreta ist die größte griechische Insel und beheimatet ca. 600.000 Menschen. Sie ist eine der beliebtesten und bekanntesten Urlaubsinseln des Landes.
Das auf Kreta hergestellte Olivenöl schätzen viele Feinschmecker. Immerhin ist die Insel der größte Exporteur von Olivenöl in der EU. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die vielen archäologischen Stätten wie Lato, Mália, die Klöster Tóplou, Árkadi und Préveli sowie der minoische Palast von Knossos.
Der Palast von Knossos ist der größte der bisher auf Kreta ausgegrabenen Paläste. Er bedeckt eine Gesamt-fläche von 22.000 m² und hatte mehrere Stockwerke. Seine Freilegung ist das Werk des großen englischen Archäologen Sir Arthur Evans, der mit tiefem wissenschaftlichen Verständnis und großer Energie arbeitete und die vollkommenste und eindrucksvollste Schöpfung der minoischen Architektur ans Licht brachte. Die Ausgrabung in Knossos began 1900 und innerhalb von vier Jahren (bis 1903) war fast der ganz Palast freigelegt. Die Forschungen in der Umgebung wurden mit Unterbrechungen bis 1931 fortgesetzt. Der Palast besteht aus hunderten von Zimmern, labyrinthischen Gängen, Hallen, Höfen, Treppenhäusern usw. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze chaotisch. Es bringt einem das sagenhafte Labyrinth in den Sinn, die vielteilige Behausung des Minotauros. Tatsächlich scheinen die Palastruinen mit ihrem komplizierten Grundriß Anlaß zur Entstehung der Sage vom Labyrinth gegeben zu haben. Ein vorsichtigerer Blick aber zeigt, dass das riesige Gebäude nicht das Ergebnis einer zufällige Entwicklung ist, sondern dass es von Anfang an dafür entworfen wurde, den verschiedenen Tätigkeiten zu dienen. Denn die kretischen Paläste waren etwas anderes als die Paläste später Zeiten. Sie waren nicht bloß die Wohnung der königlichen Familie, sondern sie bildeten das Zentrum des politischen, wirtschaftlichen und religiöse Lebens in jeder Region. Die ältesten Funde datieren immerhin bis in das Neolithikum zurück, also etwa bis 5700 v.Chr. Der erste Palast wurde dort etwa um 1900 v.Chr. erbaut, aber durch ein Erdbeben um 1700 v.Chr. zerstört. Auf den Ruinen wurde der Palast neu erbaut, aber gegen 1450 v.Chr. wiederum durch ein Erdbeben vernichtet. Für einen erneuten Aufbau fehlte den Minoern dann aber offenbar die Kraft.








