Mit ca. 19 Jahren kam ich in meine erste Krise. Bei einer Freundin entdeckte ich dann den Siddartha von Herman Hesse. Eine indische Dichtung, angelehnt an die Geschichte von Buddha. Das Buch war damals die große Erleuchtung für mich. Das erste Zusammentreffen mit dem Buddhismus. Ich las dieses Buch an einem Tag zu Ende und fühlte mich anschließend wieder gut. Es war regelrecht überwältigend, weswegen ich es auch nicht mehr vergessen werde. Ich hatte keine Schmerzen mehr und alles war klar und durchsichtig, so wie klares , frisches Quellwasser an einem Sommertag. Dieser geistige Kick führte zu einem absoluten Wohlbefinden. Ein eins werden mit der Welt. Ich stellte fest, dass wenn der Geist diesen Zustand (Rigpa – Tib.) erreicht hat, keine Probleme mehr vorhanden sind, die sich ja immer auch auf das körperliche Wohlbefinden auswirken.(ausgenommen tatsächliche körperliche Krankheiten) Das ganze spielte sich aber im Urlaub ab, wo ich nicht viel mit den alltäglichen Situationen und dem Alltagsbewußtsein (Sem) zu tun hatte. Ich begriff allerdings damals, dass es im alltäglichen Leben schwieriger ist, solch einen Zustand zu erreichen. Um mich gezielt in diesen Zustand versetzen zu können, beschäftigte ich mich immer öfters mit Meditation. Leider kam ich des Öfteren vom Weg ab und in nicht alltägliche Situationen, was sehr oft den Zugang zur Meditation erschwerte. Abhalten sollte das einen allerdings nicht. Wer ehrlich z.B. die Hoffnung aufgibt, hat schon den ersten erfolgreichen Schritt getan. In solch einem Moment spürt man schon, dass die Unruhe weicht. Es kann sein, dass man in diesem Moment etwas innerlich zusammen sackt, was u.U. zuerst etwas Angst erzeugt. Es ist aber nur eine große Belastung von uns gefallen. Nach einiger Zeit wird uns wieder warm ums Herz, dank dieser mitfühlenden Haltung uns selbst gegenüber. Einfacher Stressabbau. In dieser genialen Art ist vieles im Buddhismus gelöst. Was ist schon Hoffnung ? Ein Kranker hofft, dass er wieder gesund wird. Ein Kind hofft auf ein schönes Weihnachtsgeschenk etc.. Damit ändert sich nichts, außer dass wir unter Unruhe, sinnlosen Berechnungen und Erwartungsangst leiden. In unserer Gesellschaft wird „die Hoffnung“ sogar eher positiv gesehen. Je mehr wir uns von der subjektiven Wirklichkeit trennen, desto weniger emotional reagieren wir. Wer sich mit diesen Dingen beschäftigt, wird u.U. feststellen, dass unsere westliche Zivilisation zwar einen unglaublichen technischen Aufschwung hinter und auch noch vor sich hat, dass aber das Bewußtsein sich nicht weiterentwickelt hat. Die Folge davon sind überdurchschnittlich viele Menschen, die an Depressionen, Neurosen und Psychosen leiden, obwohl es doch an sich sehr einfach ist, dass Bewusstsein zu verändern.
Wer immer nach buddhistischen Regeln lebt (mittlere Weg), kommt bestimmt nicht in große Schwierigkeiten. Der mittlere Weg ist der Weg der Erleuchtung. Erleuchtung, sagt Buddha, kann man nicht durch Askese, aber auch nicht durch ein ausschweifendes Leben erreichen. Das bedeutet, dass es im Buddhismus möglich ist auch als normaler Durchschnittsmensch die Erleuchtung zu erfahren. Ich würde den Buddhismus als eine sehr liberale Religion bezeichnen. Gerade für den zerütteten, geistig und spirituell vereinsamten Westmenschen kann der liberale Buddhismus eine Lösung sein.
Warum überhaupt Meditation ? Das Alltagsbewußtsein ist so eine Art Trancezustand, in dem wir gefangen sind. Ein mehr oder weniger oberflächlicher Bewußtseinszustand unter dem viele Menschen, meistens unbewußt, leiden. Mit Hilfe der Meditation versucht man den Geist aufzuwecken und in einen geistig hochstehenden Zustand zu gelangen. Sobald dieser Zustand erreicht ist, fühlt man sich richtig glücklich und zufrieden. Alles ist so klar. Man spürt dies am ganzen Körper. Erst jetzt kann man sich richtig regenerieren und erholen.
Das Problem bei dieser Sache ist die richtige Vermittlung der Meditationstechnik. Es gibt kostenlose Meditationskurse, sehr teure Meditationskurse, Meditationsurlaub im Kloster, Meditationsreisen, Bücher, Cd und auch im Internet gibt es kostenlose Anleitungen. Man muss den richtigen Weg aber selber herausfinden. Meditation ist positiv, meditieren kann nie schaden. Die Meditation selber ist vereinbar mit allen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen. Es ist meiner Meinung nach gut sich zuerst für eine Meditationstechnik zu entscheiden.
Ich habe noch ein Video gefunden, dass das Problem mit den lästigen Gedanken erklärt, die das Erreichen eines geistig hochstehenden Meditationszustandes sehr oft erschweren. Die Gedanken sind in diesem Video die Fliegen.
Die nachfolgenden Bücher kann ich aber empfehlen.
Siddartha – eine indische Dichtung - (der richtige Einstieg)
Mit Buddha das Leben meistern - (praktischer Ratgeber)
Meditation für Anfänger - Buch und Audio CD (gute Anleitung)
Linksammlung :
Buddhismus-Schule – Meditation
Berichte :
Bücher und CD :
Wenn alles zusammenbricht: Hilfestellung für schwierige Zeiten
Beginne, wo du bist: Eine Anleitung zum mitfühlenden Leben
Chakra Meditation. 2 CDs: Komplette Ausgabe mit Musik und Text auf Doppel-CD
Der direkte Weg: Transzendentale Meditation nach Maharishi Mahesh Yogi (Information)








